Tiefe Bodenbearbeitung und Düngerausbringung in das Bodenprofil

Tiefreichende Verdichtungen sind bei vielen Ackerflächen die Hauptursache für eine Verschlechterung der möglichen Erträge und des Produktionsvermögens der Böden. Sie beeinträchtigen die umfängliche Ausschöpfung des genetischen Potenzials von Pflanzenarten und reduziert die Effektivität des Produktionsprozesses der angebauten Pflanzen, insbesondere der organischen und mineralischen Düngung. Die Lösung dieses ernsten Problems mit Bodenverdichtung in der pflanzlichen Produktion ist äußerst aktuell. Die Ackerbauern müssen deshalb diesem Thema mehr Aufmerksamkeit widmen.  Eine der Möglichkeiten  zur Erneuerung der Bodenstruktur ist tiefe Bodenlockerung. Die Firma BEDNAR FMT bietet für diese „Bearbeitung“ des Bodens den Tiefenlockerer TERRALAND, der den Landwirten mehr als ein klassischer Pflug bietet, z.B. die Profildüngung.

Einbringung  des Düngemittels ins Bodenprofil

Eine der wirksamen Möglichkeiten für die Erhaltung von genügenden und harmonisch ausgeglichenen Nährstoffvorräten  im Boden nicht nur im Ackerbodenhorizont, sondern auch in tieferen Bodenschichten ist das System der sog. „Profildüngung“. Diese innovative Einbringungsart, kombiniert mit tiefer Bodenlockerung,  sorgt nicht nur für die Ergänzung von fehlenden Nährstoffen im Boden oder dessen pflanzenverträgliche Bevorratung, sondern auch für einen verbesserten Zugang von Nährstoffen für die Pflanzen mit den positiven Auswirkungen auf das Wurzelsystem. Der Einsatz dieser Einbringungsart und Ermittlung  einzelner Düngerdosen ist sinnvoll und immer anhand einer Diagnose der Nährstoffgehalte im Boden durchzuführen.

Die Einbringung des Düngemittels auf zwei Ebenen (Zonen) des Bodenprofils sorgt für eine kontinuierliche Ernährung der Pflanzen während der ganzen Vegetationsperiode.  Die Hauptmenge der Düngemitteldosis wird in die tiefere Schicht (je nach der Pflanze und Bodenverhältnisse in einer Tiefe von  15 bis 25 cm) im Voraus bei der Grundbodenbearbeitung eingebracht. Die Restmenge der diagnostizierten Düngemitteldosis (max. Dosis bei Phosphor je nach Pflanzenart 40 – 50 kg P2O5/ha) wird flach unter das Saatbeet kurz vor der Einsaat oder direkt während der Aussaat (Eibringung „unter die Saatsohle“) eingebracht.

Ganzflächige Ausbringung und oberflächliche Einarbeitung des Granulat-Düngemittels erhöht negativ den Nährstoffgehalt (Salzgehalt) in der Oberschicht des Bodens. Diese Nachdüngungsart ins Bodenprofil vor der Aussaat beeinflusst negativ das verlängernde  Wurzelwachstum und beeinträchtigt die Entwicklung der Architektur des gesamten  Wurzelsystems.


Auswirkungen der Profildüngung auf die Wurzelarchitektur

Die Einbringung der Düngung im Bodenprofil hat positive stimulierende Auswirkungen auf die Entwicklung der optimalen Wurzelarchitektur. Es entsteht eine schnellere Verlängerung der primären Hauptwurzel und sorgt später für das Wachstum der sekundären, weit verzweigten Seitenwurzeln mit üppig ausgeprägtem feinem Wurzelhaar auch in den tieferen Bodenschichten. Bei den gegenwärtigen Wetterschwankungen während der Vegetationsperiode der Pflanzen stellt eine frühzeitig und  optimal entwickelte Architektur des Wurzelsystems, insbesondere durch ein längeres Wachstum der primären Wurzel, eine Höhere Toleranz gegenüber der periodisch auftretenden Dürreperioden sicher (auch in den sog. „Regenschattengebieten“). Die Profildüngung hilft während der extremen Vegetationsperioden die Auswirkungen der Trockenperioden auf die pflanzliche Produktion zu mindern. Gleichzeitig sorgt die Einbringung der fehlenden Nährstoffe in das Bodenprofil zur Ernährung der Nachfolgenden Pflanzen oder die Bevorratung im Boden, bzw. ergänzt sie aus Kation-Form die Sorptionskapazität von Böden (K+, Ca2+, Mg2+), für höhere und stabile Erträge während der Folgeperiode.

Die ganzflächige Ausbringung der Düngemittel führt oft bei der Durchmischung mit Boden zur oberflächlichen Einlagerung im oberen Bodenprofil. Dadurch wird die Konzentration der Nährstoffe (Salze)  in der Oberschicht negativ beeinflusst. Diese Aufdüngungsmethode des oberen Bodenprofils vor der Aussaat hat negative Auswirkungen auf das Längen Wachstum des Wurzelsystems und beeinträchtigt die Entwicklung sowie die gesamte Architektur der Wurzelstruktur. Dadurch wird die Pflanze ungenügend ernährt und ist infolge des flachen Wurzelsystems  anfällig während solcher Dürreperioden.

Die tiefere Einbringung von Nährstoffen ca.18 – 20 cm in das Bodenprofil mit Unterstützung der Unterfußdüngung durch die Sämaschine unter das Saatbeet sorgen für eine kontinuierliche Ernährung der Pflanzen (Mais, Rübe, Zuckerrübe). Das höhere Beibringungsvermögen  der Nährstoffe wirkt sich besonders unter schwierigen Vegetationsbedingungen auf den Ertrag und die Qualität des Erntegutes aus.

Auswirkungen der Profildüngung auf die Architektur des Wurzelsystems, Feldprüfung Rychnov nad Kněžnou – Raps. Pflanzen auf einer Ackerfläche, die mit Bodenlockerer TERRALAND und Ausbringung des Düngemittels in das Bodenprofil ca. (25 cm) mit starkem Hals der Pfahlwurzel in einer Tiefe von ca. 30 cm (links), bearbeitet wurde. Das Wurzelsystem der Pflanzen auf einer Ackerfläche, die mit einem Pflug bearbeitet wurde, weist einen schwächeren Wurzelhals auf und die Architektur des Wurzelsystems ist flach mit schwächerem seitlichem Wurzelhaar (rechts).

Tiefenlockerer TERRALAND TN 3000 HD7R und Frontvorratsbehälter FERTI-BOX FB 2000 F mit 2000 l Volumen – ein Set, vorgesehen für die tiefe Bodenbearbeitung und Applikation von Dünger in das Bodenprofil.


Aufbrechen der Pflugsohle und Verdichtung

Durch wiederholte Bodenprofilbearbeitung in derselben Tiefe infolge des Pflügens oder der Minimalbearbeitung entsteht die sogenannte Pflugsohle. Unter solchen Voraussetzungen ist der Boden oft anfällig für ungewünschte Verdichtung durch schwere Landmaschinen. Zusammen mit häufigen Wetterschwankungen hat sie negative Auswirkungen auf die physikalischen Bodeneigenschaften – Porosität und Eindringwiderstand. Die Verschlechterung dieser Eigenschaften beeinflusst negativ die Geschwindigkeit der Entwicklung des Wurzelsystems und der Wurzelhaare. In den verdichteten Böden  sind insbesondere die Pflanzen mit unterirdischen Produktionsorganen anfällig. Z.B. bei Zuckerrübe kommt zur Verzweigung der Knolle, bei Kartoffeln zur Deformation der Knolle. Bei den Pflanzen mit Pfahlwurzeln – Raps, Soja oder Sonnenblume wird das Wachstum dadurch beeinträchtigt, dass das Wurzelsystem die verdichtete Schicht nicht durchdringt und deformiert wird. Besonders die Gerste wird durch dauerhafte Vernässung infolge der Pflugsohle beeinträchtigt. Für die Erneuerung der Bodenstruktur und die Regulierung des Wasserhaushalts muss die Pflugsohle zerstört werden. Die Lösung ist der Bodenlockerer BEDNAR TERRALAND für intensive Bodenbearbeitung und Aufbrechen solcher Verdichtungen, auch in tieferen Schichten des Bodenprofils. Ein erneutes Verdichten der Böden ist aber nicht die Frage einer Saison, trotzdem kann man schon nach dem ersten Jahr die Verbesserung sehen, z.B. bei verbesserten Regenwassersorption und höheren Erträgen.

Tiefenlockerer TERRALAND TO 6000 und Vorratsbehälter für den hinteren Unterlenker FERTI-BOX FB 3000 mit 3000 l Volumen – ein Set, vorgesehen zur Erzielung einer hohen Tagesleistung bei der tiefen Bodenlockerung und Applikation von Dünger in das Bodenprofil.

Tiefenlockerer TERRALAND TN 3000 HD7R und getragener Vorratsbehälter FERTI-BOX FB 1500 TN mit 1500 l Volumen – ein Set, vorgesehen für kleinere Betriebe zur tiefen Bodenbearbeitung und Applikation von Dünger in das Bodenprofil. Der Vorratsbehälter kann im Set mit einem neuen Tiefenlockerer verwendet oder an ältere Modelle angebaut werden.


 

BEDNAR FMT s.r.o.

© 1997 BEDNAR • FMT s.r.o. • Dlouhá Ves 188 • 516 01 Rychnov nad Kněžnou – Česká republika