Kalibrierung von OMEGA-Sämaschinen der Firma BEDNAR FMT

Auch in der heutigen modernen Zeit erfordern Sämaschinen eine Kalibrierung der Saatgutdosis pro Hektar, ggf. der Düngemitteldosis, sofern es sich um eine Sämaschine mit Düngerbeigabe handelt. Bei OMEGA-Sämaschinen der Firma BEDNAR ist dies nicht anders. Obwohl die Kalibrierung des Sämechanismus auf den ersten Blick kompliziert erscheint, ist es in Wirklichkeit eine triviale Sache.

Erste Schritte vor Beginn der Kalibrierung

Vor der eigentlichen Kalibrierung des Sämechanismus muss eine Kontrolle der Maschine erfolgen – und zwar hauptsächlich der Verbindung der Sämaschine mit dem Traktor via ISO-BUS-Verkabelung, der Funktionalität des Terminals, der Dichtheit der Deckel der Saatgutbehälter (falls es sich um eine nach Überdruckprinzip arbeitende Sämaschine handelt), der Funktion des Ventilators usw. Nach Überprüfung der grundlegenden Maschinenfunktionen und nach Befüllen der Vorratsbehälter mit Saatgut/Dünger ist die Maschine bereit für die Kalibrierung der Dosis.

Die Universal-Sämaschine in Leichtbauweise OMEGA OO 4000L verfügt über eine intuitive Steuerung via ISOBUS-Terminal

Die Universal-Sämaschine in Leichtbauweise OMEGA OO 4000L verfügt über eine intuitive Steuerung via ISOBUS-Terminal

U OMEGY OO 6000L je kalibrace výsevku pohodlná a rychlá Die Kalibrierung der Saatgutmenge bei der OMEGA OO 6000L ist bequem und schnell

Die Kalibrierung der Saatgutmenge bei der OMEGA OO 6000L ist bequem und schnell


Während der Kalibrierung von OMEGA-Sämaschinen muss der Ventilator eingeschaltet sein, wobei seine Drehzahl bei etwa 3500 min-1 liegen sollte (wichtig ist, dass es nicht zur Ablagerung von Saatgut/Dünger in der Leitung kommt). Vor dem Starten des Ventilators muss das Klappenventil der Leitung vom Verteilerkopf auf die Kalibrierleitung umgeschaltet werden, des Weiteren muss die Abdeckung der Kalibrierleitung entfernt und an deren Stelle ein Kalibriersack aufgesetzt werden. Vor der eigentlichen Kalibrierung muss das Terminal eingeschaltet sein.

Vorgehensweise bei Kalibrierung der Sämaschine

  1. Nach Ausführung der oben genannten Schritte beginnen Sie mit der Kalibrierung der Dosiereinheit durch Drücken der Kalibriertaste an der Rückseite der Maschine. Falls es sich um eine Sämaschine mit zwei Dosiereinheiten handelt, sind die Kalibriertasten mit den Ziffern eins und zwei gekennzeichnet. Die Kalibriertaste eins steuert die erste Dosiereinheit in Fahrtrichtung der Maschine, die zweite Kalibriertaste die zweite Kalibriereinheit in Fahrtrichtung der Maschine.
  2. Beim ersten Drücken der Kalibriertaste schaltet der Bildschirm am Terminal automatisch in den Kalibriermodus um.
  3. Nach Drücken der Kalibriertaste kommt es zur Füllung der Säwalze mit Saatgut/Dünger. Es ist notwendig zu warten, bis alles Saatgut/Dünger die Leitung bis zum Kalibriersack passiert hat, dieses Saatgut/Dünger anschließend aus dem Kalibriersack zu entfernen und den leeren Sack wieder in den Halter der Kalibrierleitung einzusetzen.
  4. Durch anschließendes Drücken der Kalibriertaste kommt es zum Abfüllen von Saatgut/Dünger in den Kalibriersack. Die Erfahrung hat gezeigt, dass es notwendig ist, mindestens 2-3 kg Saatgut/Dünger in den Kalibriersack abzufüllen, sodass er etwa halbvoll ist.
  5. Die Drehung der Walze der Dosiereinheit stoppen Sie durch wiederholtes Drücken der Kalibriertaste.
  6. Durch Wiegen des vollen Kalibriersacks und Abzug des Gewichts des leeren Kalibriersacks ermitteln Sie das Gewicht, das in den Kalibrierbildschirm des Terminals einzugeben ist. So erfolgt die grobe Kalibrierung.
BEDNAR-Schnittstelle am ISOBUS-Terminal für die Einstellung der Sämaschine OMEGA

BEDNAR-Schnittstelle am ISOBUS-Terminal für die Einstellung der Sämaschine OMEGA

In den Kalibriersack müssen mindestens 2–3 kg Saatgut oder Dünger gefüllt werden

In den Kalibriersack müssen mindestens 2–3 kg Saatgut oder Dünger gefüllt werden


Präzisierung der Kalibrierung

  1. Für eine genauere Einstellung ist es erforderlich, den Impulszähler zurückzusetzen und in den Modus für die genaue Kalibrierung umzuschalten. Im Modus der genauen Kalibrierung dreht sich die Säwalze mit einer Geschwindigkeit entsprechend der Fahrgeschwindigkeit der Sämaschine.
  2. Große Aufmerksamkeit muss der Auswahl der Säwalze gewidmet werden. Nach Einstellung der Fahrgeschwindigkeit und der erforderlichen Dosis von Saatgut/Dünger pro Hektar zeigt die Anzeige auf dem Terminal die Eignung der gegebenen Säwalze unter den festgelegten Aussaatbedingungen an. Falls die Säwalze für die gegebene Dosis von Saatgut/Dünger geeignet ist, leuchtet die Anzeige grün. Andernfalls leuchtet sie rot. Dann ist ein Austausch der Säwalze erforderlich.
  3. Falls es sich um eine Sämaschine mit Düngerbeigabe handelt, muss die Kalibrierung jeder Dosiereinheit getrennt erfolgen.
Bei der OMEGA OO 6000L und bei der FERTI-BOX FB3000 ist es notwendig, die Kalibrierung gesondert durchzuführen

Bei der OMEGA OO 6000L und bei der FERTI-BOX FB3000 ist es notwendig, die Kalibrierung gesondert durchzuführen

Bequeme Entleerung überschüssigen Saatgutes aus dem Kunststoff-Vorratsbehälter zurück in den Sack

Bequeme Entleerung überschüssigen Saatgutes aus dem Kunststoff-Vorratsbehälter zurück in den Sack


Kundenerfahrungen in der Praxis

Aufgrund praktischer Erfahrung mit der Bedienung von Sämaschinen wurde der Auslass der Kalibrierleitung erst ganz am Ende der Maschine positioniert. Diese Konstruktion ist hinsichtlich der Zugänglichkeit der Kalibrierleitung für die Bedienung vorteilhafter. Ein weiterer Vorteil dieser Konstruktion besteht in der Möglichkeit, verbleibendes Saatgut zurück in den Sack zu entleeren.

 

Ing. Václav Křepčík, BEDNAR FMT s.r.o.
Leiter der Produkt-Abteilung

© 1997 BEDNAR • FMT s.r.o. • Dlouhá Ves 188 • 516 01 Rychnov nad Kněžnou – Česká republika